| Girls-4-Nations Turnier hinterlässt positive Eindrücke |
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10.01.2011 Bereits zum dritten Mal war die deutsche Basketball-Nationalmannschaft der weiblichen U18-Altersklasse kurz nach Neujahr zu Gast in Ludwigsburg um am Girls-4-Nations-Turnier teilzunehmen. Als erste reiste die deutsche Mannschaft am 4. Januar an und wurde von Turnierorganisationsleiterin Petra Kutzschmar von der BSG Ludwigsburg und Mike Bates von der BG VfB Tamm/TSV Bietigheim in der Ludwigsburger Jugendherberge herzlich willkommen geheißen. Derweil brachten Constanze Leidel und Hans-Christian Klöss, die beiden Abteilungsleiter des dritten Ausrichters im Bunde, des TV Marbach, bereits die Marbacher Stadionhalle für den Auftaktspieltag in Form. Drei Ausrichter, das bedeutet beim Girls-4-Nations-Turnier drei Spieltage an drei verschiedenen Orten mit je zwei Spielen. Auch im dritten Jahr bewährte sich dieser Austragungsmodus, durch den alle vier Teams an jedem Austragungsort zu sehen sind. Diese Konstellation ist attraktiv sowohl für Zuschauer, die nur an einem Turniertag dabei sein können, als auch für diejenigen, die die Teams über alle drei Spieltage hinweg begleiten und deren Entwicklung von Spiel zu Spiel beobachten wollen. So waren insgesamt rund 300 Zuschauer mehr als im Vorjahr zu verzeichnen. Nicht zuletzt wird für eine solche Veranstaltung, die sich über insgesamt fünf Tage erstreckt, auch ein großer Helferstab benötigt, der sich so auf mehrere Vereine verteilt. Verlässlicher Partner ist auch die Kreissparkasse Ludwigsburg, die mit ihrer Unterstützung maßgeblichen Anteil daran hatte, dass das Turnier erneut stattfinden konnte. Während die U18-Auswahl des DBB am 5. Januar bereits in der Trainingshalle schwitzte, reisten die anderen Teilnehmerländer an. Als zweite kamen die Niederländerinnen, die von ihrem Headcoach Meindert van Veen ebenfalls noch zur abendlichen Trainingseinheit gebeten wurden, genau wie später die Delegationen aus Polen und Rumänien. Alle stärkten sich mit Jakob Fugels Gulaschsuppe in der Innenstadtsporthalle, wo die Teams auch mittags verpflegt wurden. Am Dreikönigstag ging es dann richtig los. Im Stundentakt trainierten die Teams am Vormittag und wurden am Nachmittag ins wenige Minuten entfernte Marbach gebracht. Dort fand in diesem Jahr der erste Turnierspieltag statt, der gleichzeitig der Startschuss für eine lange Veranstaltungsreihe rund um das 150jährige Jubiläum des TV Marbach war. Umso mehr freute sich Bürgermeister Herbert Pötzsch, dass so viele Zuschauer in die Stadionhalle gekommen waren. Über 400 Basketballfans unterstützten dann auch das junge deutsche Team von Bundestrainerin Alexandra Maerz nach Kräften. Leider erwiesen sich die Rumäninnen um Aktivposten Sonia Ursu vor allem in den ersten beiden Vierteln als das deutlich stärkere Team und auch eine kräftezehrende Aufholjagd in der zweiten Spielhälfte konnte die Niederlage nicht mehr abwenden. Während sich die Zuschauer mit Crepes und den anderen Leckereien des bekannt hervorragenden Bewirtungsteams des TV Marbach stärken konnten, bereiteten sich Polen und die Niederlande auf das zweite Spiel des Abends vor. Die unerwartet unter ihren Möglichkeiten spielenden Niederländerinnen taten sich gegen die quirlig und clever agierenden Polinnen recht schwer und es ging über den gesamten Spielverlauf hinweg äußerst knapp zu. Bei Gleichstand zwei Sekunden vor Schluss brachte erst ein erfolgreicher Dreipunktwurf von Yordi Kathmann die Entscheidung. Aufgrund der besseren Korbdifferenz führte Rumänien die Tabelle nach dem ersten Turniertag an. Am Freitag, den 7. Januar starte der Spielertross nach den morgendlichen Trainingseinheiten am Nachmittag nach Tamm zum zweiten Spieltag. Dort hatte die Mannschaft aus Polen in der ersten Partie gegen Rumänien von Trainer Gheorghe Mandache zunächst einige Probleme ihren Rhythmus zu finden. Nachdem vor allem die Leistungsträgerinnen der Rumäninnen dann jedoch rasch in Foulprobleme gerieten, gewann das polnische Team von Headcoach Rafal Czyszpak zusehends Oberhand und am Ende auch deutlich das Spiel. Nachdem sich die rund 300 Zuschauer in der Realschulturnhalle mit den berühmten Hot-Dogs der BG VfB Tamm/TSV Bietigheim gestärkt hatten, trafen die Schützlinge von Alexandra Maerz in der zweiten Begegnung des Tages auf die geschlossen stark auftretenden Niederländerinnen. Zwar hielt das junge deutsche Team um Laura Hebecker mit kräftiger Unterstützung des Tammer Publikums so gut es ging dagegen, musste sich der Überlegenheit der Holländerinnen jedoch klar geschlagen geben. Nicht zuletzt, da die Frage der Bettruhe laut Robert Rossetti, der die vier Mannschaften mit seinem Team der Jugendherberge Ludwigsburg hervorragend umsorgt hatte, nie diskutiert werden musste, traten alle Teams auch am dritten Turniertag in guter Verfassung zum Training und später zu den Spielen in der Innenstadtsporthalle in Ludwigsburg an. Dabei trug die erste Begegnung einige Brisanz in sich, hatten die Rumäninnen doch bei der Europameisterschaft im Sommer in allerletzter Sekunde die Niederländerinnen knapp besiegt und so den Titel in der B-Division errungen. Nachdem die Rumäninnen den besseren Start erwischt hatten, demonstrierten die Niederländerinnen jedoch im zweiten Viertel massive Stärke und schüttelten die Rumäninnen ab. Diese bäumten sich in der zweiten Halbzeit nach Kräften auf, konnten den verlorenen Boden jedoch nicht mehr gut machen und unterlagen schlussendlich dem klaren Turniersieger Niederlande. Zum letzten Spiel des Turniers am Samstagabend war eigens die deutsche U20-Nationalmannschaft von einem Lehrgang angereist, um ihre jungen „Nachfolgerinnen“ beim Spiel gegen Polen zu unterstützen. Einige der Spielerinnen kannten das Ludwigsburger Parkett noch gut, waren sie doch hier im vergangenen Jahr als Turniersiegerinnen vom Feld gegangen. Die U18-Mädels zeigten im Spiel gegen die Polinnen eine gegenüber den Vortagen deutlich verbesserte Leistung. Nachdem sie das erste Viertel für sich entscheiden konnten, gerieten sie jedoch im weiteren Verlauf in deutlichen Rückstand. Erneut mit kraftraubender Aufholarbeit gelang es, sich im vierten Viertel nochmal bis auf zwei Punkte heran zu robben, allerdings behielten die Polinnen die Nerven und brachten das Spiel doch noch sicher nach Hause. Damit holten sie sich den zweiten Platz in der Endabrechnung des Turniers vor Rumänien und Deutschland. Bei der anschließenden Siegerehrung dankte der erste Vorsitzende der BSG Basket Ludwigsburg, Reiner Braungart, allen, die dieses spannende Turnier nicht nur sportlich auf hohem Niveau möglich gemacht hatten. So der Kreissparkasse Ludwigsburg und dem Förderverein Jugendbasketball Ludwigsburg für ihre Unterstützung ebenso wie Jakob Fugel und seinem Küchenteam, das im wahrsten Sinn des Wortes Leib und Seele des Turniers zusammengehalten hatte. Auch dem Deutschen Basketball Bund sprach er seinen Dank aus, der nun bereits im dritten Jahr mit seiner Delegation Ludwigsburg sehr gerne zu Gast war, wie Uwe Albersmeyer, der Jugendsekretär des DBB, in dessen Verantwortungsbereich die Jugendnationalmannschaften stehen, in seinen Dank an die Organisatoren des Turniers einschloss. Das Turnier habe bereits einen festen Platz im Kalender und der DBB freue sich bereits auf eine vierte Auflage im kommenden Jahr, so Albersmeyer. Am Ende des dritten Girls-4-Nations-Turniers zogen Mike Bates, Constanze Leidel und Petra Kutzschmar von den drei ausrichtenden Vereinen BG VfB Tamm/TSV Bietigheim, TV Marbach und BSG Ludwigsburg einhellig ein positives Fazit: „vor allem dank der nahezu rund um die Uhr engagierten Helfer war auch die dritte Auflage des Turniers wieder ein Erfolg. Wir freuen uns über die gute Zuschauerresonanz und vor allem auch über die positiven Rückmeldungen, die wir von den teilnehmenden Teams erhalten haben.“ |